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Stehhaltegurtübung des 

ITH Münsterland 

DRK unterstützt Ausbildung der Besatzung des Intensivtransporthubschraubers am Torfmoorsee 

Bevergern. Die Rotkreuzgemeinschaften im Stadtgebiet Hörstel haben am Sonntag, den 06.Oktober 2002 die Ausbildung der Besatzungen des Intensivtransporthubschraubers Christoph Münsterland unterstützt. 
Wegen der unbeständigen Wetterlage wurden für die Versorgung der Übungsteilnehmer und der Sicherheitskräfte am Torfmoorsee gegenüber dem Seebetriebsgebäude drei große Versorgungszelte aufgebaut. Hier hatten die aktiven Übungsteilnehmer, die Rettungsassistenten und die Notärzte des ADAC ITH Münsterland Gelegenheit, sich in einem warmen Zelt bei heißen Kaffee aufzuwärmen. Ebenso konnte in diesen Zelten das Mittagessen, das für die Übungsteilnehmer vom ASB Münster bereitgestellt wurde, eingenommen werden. 

Diese bisher einmalige Gelegenheit vor Ort, den Einsatz und die Funktion des ITH bei der Wasserrettung zu verfolgen, wurde von etwa 50 Rotkreuzhelferinnen und Helfer der DRK Einsatzeinheit West und der Abordnung einiger Nachbarrotkreuzgemeinschaften wahrgenommen. Die DRK Einsatzkräfte, von denen auch in den Sommermonaten zusammen mit dem DLRG der Wachdienst am Torfmoorsee versehen wird, wurde die Hubschrauberübung mit Interesse verfolgt. 


 

Bericht aus der IVZ Nr. 232 *  41. Woche * Ibb9  Montag, den 07.10.2002
Bericht und Fotos: Stephan Beermann

Bei der Wasserrettung muss jeder Handrgriff sitzen

Erstmals übt der ADAC am Torfmoorsee in Hörstel mit dem Hubschrauber den Ernstfall

Hörstel * Die durch die Rotorblätter aufgewirbelte Gischt hüllt Mensch und Maschine ein. Der Lärm ist durchdringend, das kalte Wasser dringt in die Kleidung, der Stress ist enorm - und trotzdem muss jetzt jeder Handgriff sitzen.

Denn da unten im Wasser schwimmt wie leblos ein Mensch, der auf die Erfahrung und professionelle Einstellung der Besatzung des ITH Münster angewiesen ist. ITH das steht für "Intensivtransport- und Rettungshubschrauber" Er ist stationiert auf dem Flughafen Münster/Osnabrück und das ganze Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Innerhalb von nur 15 Minuten erreicht er jeden einsatzort im Umkreis von 50 Kilometern. Stationsleiter und ADAC-Pilot Dirk Buchholz Hatte am gestrigen Sonntagmorgen einen besonderen Job vor sich: Mehrere Dutzend Männer umringen ihn auf der Wiese am Torfmoorsee in Hörstel und warten auf Anweisungen. Auf dem Stundenplan steht eine besondere Disziplin, die sogenannte "Stehhaltegurtausbildung": Von der Kufe des ADAC-Hubschraubers aus werden in Not geratene Personen aus Gewässern oder eingebrochenem Eis gerettet.


Der Retter wird auf der Hubschrauberkuve sitzend ins Wasser gelassen, dort greift er das im Wasser schwimmende Opfer und zieht es über die Wasseroberfläche an Land. Hier muss der Verfahrensablauf hundertprozentig stimmen.
 

"Opfer" sind gefordert

Das lässt sich quasi nur in der Praxis erlernen, gibt Bucholz zu verstehen. Vier ADAC Hubschrauberpiloten wollen mindestens 30 Mal rausfahren, sieben Ärzte des Arbeiter-Samariter-Bundes stehen bereit, 16 Rettungsassistenten sollen mindestens zwei mal das Opfer aus dem Wasser ziehen. Assistiert werden sie von Helfern der DLRG Hörstel, die die Rettungsschwimmer sichern, sowie von der DLRG Münster, die mit ihrem Schnellboot "Westfalen 4" angereist waren. ...

Außerdem dabei waren sind die Rettungstaucher der Feuerwehr Rheine, sowie DRK-Helfer unter anderem aus Hörstel und Riesenbeck, die für das leibliche Wohl sorgten. ...


Das 65 km/h schnelle DLRG Boot "Westfalen 4" blieb für alle Fälle in Reichweite.


Bordtechniker Thomas Penzberger (l.) aus Murnau zeigt, wie der Sicherheitgurt richtig angelegt wird.
 

Weitere Bilder

Foto: DRK Riesenbeck

Die Trage des ITH


 

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