Weltmeisterschaft der Zweispänner und

 Deutsche Meisterschaft der Vierspänner

v. 15. bis 19. August 2001 in Riesenbeck


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Auszüge aus dem Einsatzkonzept

Stand: 20.08.2001

Vorbereitende Maßnahmen 

Zu den vorbereitenden Maßnahmen gehören eine Gefährdungsanalyse, eine Bewertung zur Ermittlung des notwendigen Einsatzpotentials und die Entwicklung eines Einsatzplanes.
Hier einige Auszüge daraus:

Gefährdungsanalyse

Bevor mit der eigentlichen Einsatzplanung begonnen werden kann, müssen mit dem Veranstalter die Eckpunkte zur Veranstaltung abgestimmt werden. Eine wesentliche Größe neben dem geplanten Veranstaltungablauf ist die zu maximal zulässige und die erwartete Zahl der Teilnehmer und Zuschauer. Nach dem Maureralgorithmus ergeben sich die notwendigen Einsatzmittel und Einsatzkräfte. Für die anstehenden Weltmeisterschaften der Zweispänner 2001 ergibt sich folgendes Einsatzpotential:
 
 
Personal/Fahrzeuge
Anzahl
Personal
Einsatzkräfte Sanitäts- und Betreuungsdienst 
20 
20
Krankentransportwagen
2
4
Rettungswagen
1
2
Notarzteinsatzfahrzeuge / Notärzte 
1
2
Großraumkranken- transportwagen
0
0
Einsatzleitung ELW1, Einsatzleiter, Assistent
1
3
Summe Einsatzkräfte  
31

Die Gefährdungsanalyse ist die Grundlage, auf die die Einsatzplanung aufsetzt.
 

Einsatzplanung

Die Einsatzplanung orientiert sich an den allgemein anerkannten Regeln für Sicherheits-wachdienste. Diese sind beschrieben im Faltblatt "Sanitätsdienst bei Veranstaltungen". Diese Leitlinien sind veröffentlicht im Internet unter http://drk.riesenbeck.de Button <Ver-anstaltungsbetreuung>

Die Einsatzkräfte werden im wesentlichen von der DRK EE WEST gestellt. Die Helferin-nen und Helfer des DRK Riesenbeck wirken in dieser Einsatzeinheit mit. Konkrete Not-fälle gehen dem Sicherheitswachdienst vor. Somit werden Einsätze auf Anordnung der Leitstelle bevorzugt abgewickelt.

Die Einsatzplanung ist mit dem Rettungsdienst und dem Leiter der Gruppe ORGL RettD abgestimmt. 
 

Einsatzmittel

Sanitäts- und Betreuungsdienst
Aufgaben des Sanitäts- und Betreuungsdienstes ist es, sich um hilfsbedürftige Personen zu kümmern, die der medizinischen, sozialen und menschlichen Zuwendung bedürfen. 

Dazu gehört

  • die ambulante Versorgung von leichten Verletzungen und Erkrankungen, 
  • das Kinderfundbüro inkl. Familienzusammenführung,
  • die Betreuung von Rollstuhlfahrern und
  • die Einleitung notfallmedizinischer Maßnahmen bis zur Übernahme durch den Ret-tungsdienst.


Es gilt der Grundsatz, dass alle Patienten von einem Arzt gesichtet werden. Lediglich Ba-gatellen wie leichte Schnittwunden werden vom Sanitätsdienstpersonal vor Ort versorgt. Für die anbulante Versorgung am Behandlungplatz werden vornehmlich die vom Veran-stalter gestellten Ärzte eingesetzt. Die ab Freitagmittag zusätzlich bereitstehenden Notärzte werden bei Notfällen, die eine rettungsdienstliche Versorgung erfordern, tätig. Die Notärzte und die Ärzte des Veranstalters versorgen die Patienten am Behandlungsplatz gemeinsam nach kollegialer Absprache.

Für die Aufgaben des Sanitäts- und Betreuungsdienstes stehen folgende Fahrzeuge bereit:

Funkrufname Fahrzeug Kennzeichen
RK TE 6-74-2 LKW Bevergern ST 80 63
RK TE 6-89-4 MZW Riesenbeck ST LY 483

Die folgenden Fahrzeuge unterstützen am Samstag im Gelände
RK TE 6-19-1 MTW Bevergern ST YN 91
RK TE 6-89-3 MZW Dreierwalde ST RK 944
ATW Hörstel ST RK 319
RK TE 7-19-3 MTW Laggenbeck ST 86 13
RK TE 18-19-1 MTW Recke ST 86 14
RK TE 20-89-1 ATW Saerbeck ST 80 65
 

Rettungsdienst
Die Aufgaben des Rettungsdienstes ergeben sich nach dem Rettungsdienstgesetz NRW. Dazu gehören auch der Krankentransport und die Notfallrettung bei Veranstaltungen. Der DRK Kreisverband Tecklenburger Land hat dazu eine Vereinbarung gem. RettG mit dem Kreis Steinfurt als Träger des Rettungsdienstes abgeschlossen. Gemäß dieser Vereinba-rung können die Rettungsdienstfahrzeuge des DRK am Veranstaltungsort Patienten in der Notfallrettung versorgen und zu den Krankenhäusern transportieren. Dies geschieht aber nur in Abstimmung mit der zuständigen Leitstelle des Kreises Steinfurt. Die Leitstelle ist im Rettungsdienst generell gegenüber allen Rettungsmitteln weisungsbefugt.

Die Veranstaltung hat zu bestimmten Zeiten einen derart großen Zuschauerzustrom, der die Anwesenheit eines Notarztes (NA) erforderlich macht. 

Zu allen Dienstzeiten, bereits ab Mittwoch, wird der RTW RK TE 6-83-1 in Dienst sein. Im folgenden die Fahrzeuge des DRK, die im Rettungsdienst tätig werden können:

Funkrufname Fahrzeug Kennzeichen
RK TE 6-83-1 RTW Riesenbeck ST RK 334
RK TE 7-83-1 RTW Ibbenbüren ST RK 7831
RK TE 18-85-1 RKTW Recke ST RK 1882

Der RKTW RK TE 18-85-1 wird am Freitag ab Mittag, am Samstag und Sonntag vor Ort sein. In diesen Zeitfenstern ist auch die Anwesenheit eines NA geplant. Der RTW RK TE 7-83-1 wird hauptsächlich am Samstag den Rettungsdienst vor Ort verstärken.
 

Einsatzleitung
Das folgende aufgeführte Fahrzeug dienst als Einsatzleitung für den Sanitäts- und Rettungsdienst während der Veranstaltung:

RK TE 6-10-1 ELW/Kdw Dreierwalde ST 8055

Die Einsatzleitung wird beginnend am Freitagmittag und dann durchgehend bis Sonntag-abend besetzt sein. Die Einsatzleitung wird von Sanitäts- und Rettungsdienstfachkräften mit mind. Zugführerausbildung besetzt sein.

Aufgaben der Einsatzleitung sind:

  • die Führung der Einsatzkräfte vor Ort, 
  • Koordination mit Polizei und Feuerwehr vor Ort, 
  • Halten der Verbindung zum Veranstalter sowie 
  • die Sicherstellung der Zusammenarbeit mit der Leitstelle und dem Rettungsdienst.

MANV

Bei einem Ereignis mit einer größeren Anzahl Verletzter wird nach der Erkundung durch das erste eintreffende Rettungsmittel sofort eine Meldung an die Leitstelle veranlasst. 

Diese Sofortmeldung beinhaltet:

  • den Einsatzort,
  • den Einsatzanlass,
  • die Anzahl der Verletzten/Kranken/Betroffenen,
  • unter Angabe des Schweregrades der Gesundheitsstörung


Von der DRK-Einsatzleitung werden sofort alle vor Ort verfügbaren Kräfte zur Unterstüt-zung des bereits tätigen Rettungsteams an die Einsatzstelle entsandt. 
Es wird ein Transportstopp verhängt!
Bei Eintreffen des LNA und ORGL erfolgt eine kurze Einweisung in die Lage. Die vorhan-denen Einrichtungen der DRK-Einsatzleitung können dann für die logistische Unterstüt-zung des LNA und des ORGL genutzt werden.

Sollte während der Veranstaltung eine Unterstützung von Einsätzen außerhalb des Ver-anstaltungsortes notwendig sein, so können von der Leitstelle die Kräfte der Einsatzein-heit jederzeit abgezogen werden. Dies ist dem Veranstalter mitgeteilt worden und auch Gegenstand des Dienstleistungsvertrages auf dessen Grundlage der Sanitätswachdienst durchgeführt wird. Es verbleibt in einem solchen Einsatzfall lediglich ein Einsatztrupp am Veranstaltungsort.
 

Kartenausschnitt