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IVZ Nr. 253               R IV 10            Hörstel               Montag, den 31.10.2005
 

Mehr als hundert Kräfte für Übung bei "Oase"-Einsatz 

Den Ernstfall geprobt: Explosion in Produktionshalle
-uh- Hörstel. Der Alarm der Brandmeldeanlage OASE Pumpen ging um 15.04 Uhr am Samstag bei der Kreisleitstelle für Feuerwehr und der Rettungsdienste in Rheine ein. Bereits knappe fünf Minuten später trifft der Einsatzleitwagen der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Hörstel bei der Firma OASE ein. Dem Einsatzleiter Claus Verlage bietet sich folgende Lage: Nach einer Explosion in einer Produktionshalle werden in der stark verqualmten Halle vermutlich vier Personen vermisst. Ein Horrorszenario, bei dem es sich gottlob um eine Übung handelte, die aber den Einsatz aller Löschzüge der Stadt Hörstel und des DRK forderte.

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Einsatzkräfte des DRK versorgen einen Verletzten
Foto: Ulrike Henkel

So alarmiert der Löschzugführer nach dem Sondieren der Lage sofort den Löschzug Bevergern. Im Laufe des Einsatzes wird weiter angenommen, dass das Feuer durch die Dachabdeckung brennt und droht, auf die benachbarte Hochlagerhalle überzugreifen. Und während die Einsatzkräfte der Feuerwehr den Brand bekämpfen, kümmern sich die Mitarbeiter des DRK um die inzwischen geborgenen Verletzten. Gleichzeitig macht ein folgenschwerer Fehler eines Gabelstaplerfahrers den Einsatz des Löschzuges Hörstel mit dem Gerätewagen "Gefahrgut" notwendig. Der Gabelstaplerfahrer hatte bei seinen hektischen Bergungsarbeiten auf einem Lastwagen einen Flüssigkeitsbehälter mit ätzender Flüssigkeit beschädigt. Konzentrierte Salzsäure lief aus und die ätzenden Dämpfe erforderten den Einsatz der Feuerwehrleute in ihren Chemikalien-Schutzanzügen.
Im weiteren Verlauf kam stärkerer Wind auf, sodass Funkenflug die frei stehende Verpackungshalle bedrohte. Der daraufhin alarmierte Löschzug aus Dreierwalde wurde zur Bildung einer Riegelstellung eingesetzt. Mit Hilfe des Wasserwerfers wurden noch nicht brennende Gebäudeteile mit Wasser bespritzt um ein weiteres Ausbreiten des Brandes zu verhindern. Um 16.30 Uhr meldete Einsatzleiter Claus Verlage: "Feuer aus!" Die Übung, an der 17 Fahrzeuge der Feuerwehr Hörstel, ein Fahrzeug der Feuerwehr Ibbenbüren, fünf Einsatzwagen des DRK , 80 Feuerwehrleute und 21 Kräfte des DRK beteiligt waren, wurde von Wehrführer Norbert Stegemann und Vertretern der Stadt beobachtet. So waren unter anderem Bürgermeister Heinz Hüppe, Ortsvorsteherin Elly Höpfner und Ordnungsamtsleiter Christian Ungruh vor Ort. Die Übung mit dem großen Aufgebot an Einsatzkräften und Fahrzeugen wirkte so realistisch, dass sich auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals schnell viele Schaulustige eingefunden hatten.
Bei der anschließenden Einsatznachbesprechung im Gerätehaus Riesenbeck durch Wehrführer Norbert Stegemann und Einsatzleiter Claus Verlage zeigte sich der Einsatzleiter sehr zufrieden. Nicht nur die Arbeit im Einsatzleitwagen von Jörg Verlage und Christian Thalmann, auf der ein Hauptaugenmerk der Übung gelegen habe, sondern auch die Koordinierung aller Löschzüge habe hervorragend funktioniert. Seinen besonderen Dank richtete der Einsatzleiter an die Geschäftsführung und die betroffenen Mitarbeiter der Firma OASE Pumpen für die hervorragende Zusammenarbeit bei der Übungsvorbereitung. Außerdem beteiligte sich die Firma OASE mit einer großzügigen Spende an der Versorgung bei der Einsatznachbesprechung. Thomas Papenbrock, Brandschutzbeauftragter der Firma OASE Pumpen, seinerseits dankte der Wehr für ihren Einsatz.

30. Oktober 2005 | Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung
 

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