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Schnellanleitung zur Verwendung der Anhängekarte für Verletzte / Kranke


Herausgeber: 
Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Westfalen-Lippe e.V.
Abteilungen I, III, V
Vertrieb: DRK Service GmbH, Liebigstraße 8, 48301 Nottuln
Link: Verletztenanhängekarte mit Plastikhülle und Triagefenster


Ablauf der Dokumentation bei Massenanfall von Verletzten / Kranken


Anleitung zur Verwendung der Anhängekarte für Verletzte / Kranke

Jedes Einsatzfahrzeug (Rettungsdienst, Feuerwehr, Hilfsorganisationen) führt jeweils mindestens 5 Anhängekarten in Plastikhülle mit.

1 Zuweisen der Anhängekarte für Verletzte / Kranke bei Eintreffen an der Einsatzstelle an alle Betroffenen eines Schadenereignisses.

2 Sichtung der Betroffenen durch den LNA (Leitenden Notarzt) und 
a Zuweisung der fortlaufenden Patienten-Nr. und Eintrag in der Karte

b Zuweisung der Triage-Kategorie (LNA), Einstellung der Farbkennung durch Falten der Farbkarte und Eintragung in der Karte.
Sichtungskategorien gem. BAND-Empfehlungen bei einem Massenanfall von Verletzten / Kranken, andwendbar bei intakter medizinischer Infrastruktur.
 
Kategorie I
(rot)
Schwerverletzt mit
dringender 
Behandlungspriorität
Kategorie II
(gelb)
Verletzte, nicht vital
gefährdet,
abwartende Behandlung
Kategorie III
(grün)
Leichtverletzte
Kategorie IV
(blau)
Tote
3 Eintrag medizinischer- und suchdienstlicher Daten in die Karte im Zusammenhang mit Hilfeleistungen.

4 Bestimmung des Transportzieles (Zielklinik) durch den LNA und Eintrag der Zielklinik in die Karte.

5 Trennung des gelben Deckblattes vom Formularsatz und Übergabe an die Einsatzleitung, von dort Weitergabe an die Auskunftsstelle.
6 Vervollständigung medizinischer und suchdienstlicher Daten während des Transportes in die Klinik. 
7 Eintragung der aufnehmenden Klinik im Feld "Verbelib", Abtrennung des zweiten Blattes (gelber Balken) und Zuführung des Blattes über die Einsatzleitung an die Auskunftsstelle.
 

Vorteile der DRK Anhängekarte für Verletzte und Kranke

  • Aufnahme der Personendaten, Angaben zum Aufenthaltsort und zum Transportziel
  • Feld für Patienten-Nr.
  • Möglichkeit eines Barcode
  • Sichtungskategorie durch weithin sichtbare Farbkennzeichnung
  • Witterungsschutz durch Folientasche
  • Durchschreibeverfahren, 1 Original, 2 Durchschläge, sternförmige Verteilung mit Rücklauf zum Auskunftsbüro
  • beschreibbar mit Bleistift oder Kugelschreiber (kein Folienstift notwendig!)
  • Mehrsprachigkeit
  • Logokennzeichnung der angewiesenen Transportart
  • Verletzungslokalisation durch Kennzeichnung der Körperregion 
  • Angabe von Leitsymptomen und Primärdiagnosen
  • Dokumentation med. Maßnahmen (Medikamente, Infusionen, ...)
  • Möglichkeit zur witterungsgeschützten Beigabe von DIVI-Protokollen
  • Großes Feld für freie Einträge
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